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Chans« (Kaisers von China) durch eine Barriere verschlossen, und seine Hoffnung,
eine freie Durchfahrt, eine Meerenge nach Westen und Asien zu finden, wurde stets
getäuscht. Auch alle ihm nachfolgenden Seefahrer ahnten anfänglich noch nichts von
einem zusammenhängenden kolossalen Festlande, hielten vielmehr die von ihnen
entdeckten Länder für Inseln von größerem oder geringerem Umfange.
»Da man nach den Reisen des Columbus und seiner Zeitgenossen«, schließt Kohl
diesen Abschnitt, »erfahren hatte, daß man im Karaibischen Meere in Central-
Amerika mit Schiffen schwerlich durchkommen könne, so hoffte man denn auf solche
Durchlasse im Norden und im Süden dieser Central-Partie, auf [10]die Möglichkeit
einer Durch- oder Umsegelung sowohl des nördlichen als auch des südlichen großen
Länder-Flügels, und es entstanden so die viele Jahre lang fortgesetzten Bestrebungen
zu der Auffindung einer nordwestlichen und einer südlichen Durchfahrt vom Osten
zum Westen. Beide gaben Anlaß zu ganz großartigen Expeditionen, die allmählich die
richtige geographische Kenntnis des Nordens und Südens Amerikas herbeiführten.«
Hier interessiert uns nur der Süden. Aus diesen Bestrebungen erklärt sich die
Entdeckung Brasiliens durch den Portugiesen Cabral (1500); die portugiesische
Expedition zur Fortsetzung dieser Entdeckung, an welcher Vespucci teilnahm und
welche ihn, was irrtümlich sein dürfte, sogar bis zum 52° südl. Br. geführt haben soll
(1501); und die Expedition des Gonzalo Coelho (1503), welche allerdings unglücklich
verlief und nur das jetzige Bahia erreichte. Schließlich auch die Reise des Spaniers
Juan Díaz de Solís, welcher den Rio de la Plata entdeckte und dessen Persönlichkeit
das folgende Kapitel behandeln soll.
II.
J u a n D í a z d e S o l í s ist Spanier, angeblich aus Lebrija in Andalusien, dessen
Leben erst bekannt wird, als nach Columbus’ Rückkehr von seiner vierten Reise
(1504) Ferdinand V. ihn und Vicente Yañez Pinzón mit einer Expedition nach
Central-Amerika (1506) beauftragt, um jene Erforschungen fortzusetzen. Zwei Jahre
später (1508) wurde er zum Piloto Real ernannt und gemeinsam mit Pinzón und
Vespucci geht es nun weiter nach Süden, um da eine Umsegelung Südamerikas zu
versuchen. Der Küste Brasiliens folgend, gelangten sie angeblich bis zum 40° südl.
Br., es scheint aber nicht, als ob sie schon damals den La Plata entdeckt oder erkannt
hätten. Nach seiner Rückkehr verklagt und verhaftet, trat Solís in portugiesische
Dienste über, [11]kehrte aber später nach Spanien zurück und wurde nach Vespuccis
Tode (1512) an dessen Stelle zum »Piloto Mayor del Reino« ernannt; wegen seiner
wissenschaftlichen Verdienste sah man hierbei von den gesetzlichen Bedingungen ab.
Da er glaubte, daß das Gebiet der Molukken noch innerhalb der spanischen
Besitzungen liege, so beauftragte ihn der König mit einer Expedition, aber die
portugiesische Regierung reklamierte und es ist zweifelhaft, ob diese für 1512
geplante Reise zur Ausführung kam.
Kampf mit den
Kerandís bei Buenos Aires (1536).
Inzwischen entdeckte im Jahre 1513 Vasco Nuñez de Balboa die Südsee beim
Überqueren des Isthmus von Panamá, und die später in Spanien eintreffenden
Nachrichten über »Gold-Castilien«, alles Land, welches im Süden des Isthmus von
Panamá lag, veranlaßten Ferdinand V., einerseits dem Gouverneur jenes Landes den
Bau von Schiffen zur Erforschung der neuentdeckten Westküsten aufzutragen,
andererseits mit Solís wegen einer Expedition Rücksprache zu nehmen, welche eine
Durchfahrt nach der Südsee finden sollte, um die spanischen Schiffe in den Rücken
von Gold-Castilien führen zu können (llevar las naves españolas á espaldas de Castilla
del Oro). Gewiss war Solís selbst an solcher Reise interessiert, wenn auch nicht durch
egoistische Motive, wie Fregeiro betont; er verlangte vom König nicht die geringste
Vergünstigung, nur seinen Gehalt für anderthalb Jahre voraus. Am 8. Oktober 1515
segelte er mit drei Schiffen von San Lucar ab, lief noch die Canarischen Inseln an und
sichtete schließlich das Cap San Roque an der brasilianischen Küste (5° südl. Br.),
welche er nun südwärts herabfahrend genauer erforschte, so den Hafen von Rio de
Janeiro und Santos. Am 2. Februar 1516 nahm er den »Puerto de Nuestra Señora de la
Candelaria«, heute Montevideo, feierlichst für Spanien in Besitz. Die Fahrt ging dann
weiter; am 12. März umschifften sie das Steilufer von San Gregorio und »fuhren dann
in ein Gewässer ein, welches sehr groß und nicht salzig war und das sie deshalb das
›Süße Meer‹ (›Mar Dulce‹) nannten, anscheinend der Fluß, der heute [12]La Plata und
damals Solís genannt wurde«, schreibt der Chronist Herrera (wir werden gleich sehen,
worauf dieser Namenswechsel zurückzuführen ist). Die Einzelheiten, welche Solís
nun im nördlichen Mündungsgebiet des heutigen La Plata erforschte, sind zum Teil
widersprechend und auch den modernen Schriftstellern, welche diese Angaben
nachprüften, nicht vollkommen verständlich; es kommt hier auch nicht darauf an. Als
Solís Mitte März 1516 mit einigen Begleitern in einer Barke an Land ging, fielen die
Guaraní-Indianer über sie her, töteten sie mit Pfeilschüssen, ohne daß die
Schiffsartillerie dies hätte verhindern können, »schleppten nun die Getöteten
landeinwärts und angesichts der Schiffsbesatzung schnitten sie ihnen Köpfe, Arme
und Füße ab, brieten die ganzen Körper und verspeisten sie« (Herrera). Nur ein
Schiffsjunge, Francisco del Puerto, wurde am Leben gelassen (s. w. u.). Der Schwager
des Solís, Francisco de Torres, übernahm nun das Oberkommando und kehrte im
Oktober 1516 nach Spanien zurück; unterwegs gegenüber der brasilianischen Küste an
der noch heute so genannten »Ponto dos Naufragados« in der Nähe der Insel Santa
Catalina scheiterte noch eins der drei Schiffe, neun Mann der Besatzung konnten sich
aber an Land retten und wurden von den Guaranís freundlich behandelt; diese
erzählten ihnen, daß es ganz weit im Westen eine Gegend gäbe, sehr reich an
kostbaren Metallen (das heutige Bolivien). Begeistert von diesen Erzählungen,
nannten sie daher jene Gegend die »Sierra de la Plata« und bald machten sich auch
sechs von ihnen auf, sie zu suchen. Unter Führung des Portugiesen Alejo García
zogen sie ins heutige Paraguay, begleitet von 2000 Indianern, kämpften oder
verhandelten mit den Indianerstämmen des Chaco, die sie antrafen, und erreichten als
erste Europäer schließlich das Land der Inkas. Die bolivianischen Indianer aber
zwangen sie zur Rückkehr, die sie in guter Ordnung mit silbernen und goldenen
Wertsachen beladen antraten. Von Paraguay aus, wo sie blieben, [13]sandten sie ihren
zwei zurückgebliebenen Gefährten Briefe und drei Arrobas Silber, auch Goldsachen.
Der Kapitän Rodrigo de Acuña, der im Juni 1526 zu jener Küste kam, wollte jene
Sachen mit nach Spanien nehmen, das Boot kenterte aber wegen des hohen Seeganges
und es wurde fast nichts von dem kostbaren Metalle gerettet, aber wenigstens kam das
Gerücht von einer Gegend mit vielem Silber nach Spanien. Diese für die
Entdeckungsgeschichte sehr wichtigen Angaben sind erst neuerdings von Dominguez
richtig beleuchtet worden; sie sind für die allgemeine Erdkunde von Wichtigkeit, weil
dadurch ein Teil der Seefahrer von der Reise nach »Malucos« (»voy á Malucos«),
deren Zugang Magallanes bald entdecken sollte, abgelenkt und nach jenen
»Silberländern« geleitet werden sollte.
[14] Große Hungersnot in
Buenos Aires (1536).
III.
Die weltberühmte Fahrt des Fernando de Magallanes und die Lösung des so lang
ersehnten geographischen Problems durch ihn ist so bekannt, daß wir hier von einer
wenn auch nur kurzen Schilderung absehen können. Interessant für die Zwecke dieser
Zeilen sind gewisse Einzelheiten seiner Reise; am Abend des 13. Januar 1520 fuhren
die Seefahrer ein in den Rio de Solís, segelten zwei Tage und sichteten »einen Berg
ähnlich einem Hute« (»una montaña hecha como un sombrero«), den sie »Monte
Vidi« nannten. Magellanes ließ durch seine Schiffe darauf die gesamten Küsten und
Zuflüsse jenes mächtigen Beckens erforschen, um eine Durchfahrt zu finden, und
segelte Anfang Februar nach Süden weiter. Seiner Tatkraft gelang es, bis zu den
Philippinen zu dringen, wo er am 27. April 1521 durch die Eingeborenen den [15]Tod
finden sollte; 18 erschöpfte Seefahrer unter dem Kommando des Sebastian del Cano
langten schließlich als erste Weltumsegler auf einem Schiffe, der Victoria, am 6.
September 1522 in Spanien wieder an.
Sturm auf Buenos
Aires durch die vier verbündeten Indianerstämme (23 000 Mann) 1536.
Während Loaisa (1525–1526) die Fahrt durch die heute nach ihrem Entdecker
benannte Magellanstraße wiederholte, wurde im Frühling des Jahres 1526 der
Venezianer Sebastian Cabot, spanisch Gaboto, von Sevilla ausgesandt, um durch die
Magellanstraße zur Südsee, zu den Molukken und »nach Ophir, China und Japan« zu
gehen. Aber bei seiner Ankunft in Pernambuco (6. Juni 1526) erfuhr er durch den
Geschäftsführer der Faktorei, Manuel de Braga, von den vermeintlichen Reichtümern
des von Juan Díaz de Solís entdeckten Landes und diese Angaben wurden ihm
von [16]einem andern Portugiesen Gomez Arbolancha bestätigt, der dort in der
Verbannung lebte. Auf seiner Weiterfahrt stieß dann Cabot bei der Insel Santa
Catalina auf einen Trupp portugiesischer Seeleute und Soldaten, die von einem zur
Flotte des Loaisa gehörenden Schiffe desertiert waren, welches unter dem Kommando
des Rodrigo de Acuña nach Spanien zurückkehrte und, wie wir schon sahen, die
Nachrichten von einem Silberlande mit nach drüben nahm. Cabot sprach auch jene
zwei an der Küste gebliebenen Gefährten des Alejo García, welche ehemals zur
Expedition des Solís gehört hatten, und diese erzählten ihm natürlich auch von den
Schätzen, die sie aus dem Innern von ihren Kameraden erhalten hatten, und die Acuña
hatte mitnehmen sollen. Cabot gab daher auf Grund dieser Nachrichten und gewiß
auch wegen Zwistigkeiten mit seinen Kapitänen den ursprünglichen Reiseplan auf und
segelte nach dem Río de Solís, wo er am 17. April 1527 an der östlichen Küste
gegenüber der Insel Martín García ankerte. Hier fand er jenen Francisco del Puerto
wieder, der nicht wie Solís und seine Gefährten dem Kannibalismus zum Opfer
gefallen war und die Guaraní-Sprache erlernt hatte. Dieser erklärte, um zum
Goldlande zu kommen, müsse man den Paraná herauffahren bis zum Carcarañá, der
von den Bergen des Innern herabkomme. Cabot folgte diesem Rate und an besagter
Stelle gründete er am 27. Mai 1527 das Fort »Sancti Spiritus«, die erste spanische
Niederlassung auf heute argentinischem Boden, ein guter Stützpunkt für weitere
Stromfahrten nach dem Innern, heute nur durch einen Rancho gekennzeichnet (s. den
Aufsatz von Outes). Von hier machte Cabot eine große Stromfahrt Paraná aufwärts bis
zum heutigen Itatí, von den Guaranís gastlich mit Proviant versorgt, die Nachrichten
von der Herkunft einiger Silber- und Goldsachen veranlaßten ihn aber, am 28. März
1528 wieder zurück und in den Paraguay einzufahren. Durch Vermittlung der Indianer
erfuhr er von der Ankunft des Diego García am Río de Solís, welcher kurz nach Cabot
von Spanien abgereist war, nun auch nach [17]»Sancti Spiritus« gelangte und von hier
am 10. April auch den Paraná aufwärts fuhr. Cabot hatte inzwischen einen
Bergantinführer den Río Bermejo vorausgesandt, um mit den Agaes (Payaguas)
friedlich zu verhandeln, da diese viel Geld und Silber haben sollten, die Indianer
schickten aber die Abenteurer übel zurück und Cabot kehrte wieder um, begleitet von
Diego García, mit dem er sich auf dem Paraná getroffen hatte. In Sancti Spiritus, wo
sie Ende April 1828 anlangten, kam es bald zwischen beiden Führern zu Differenzen;
Cabot sandte Nachricht nach Spanien und hielt den Diego García fest, beide machten
aber schließlich doch gemeinsam eine neue Reise den Paraná und Paraguay aufwärts,
wahrscheinlich bis zur Mündung des Pilcomayo. Nach Sancti Spiritus zurückgekehrt,
fuhren sie bald weiter flußabwärts bis zu einer San Salvador genannten Stelle,
während [18]ihrer Abwesenheit wurde aber das Fort von den Indianern gestürmt
(Ende August oder Anfang September 1529) und die Hälfte der Besatzung
umgebracht; die andere floh flußabwärts bis San Salvador. Cabot und García kehrten
zwar noch einmal zum zerstörten Fort zurück, warteten dann aber in San Salvador auf
Hilfe aus Spanien, und da diese ausblieb, fuhren sie Ende Dezember 1529 heim,
Silbersachen und Indianersklaven mitbringend. In dem gegen Cabot eingeleiteten
Verfahren wurden dann die oben skizzierten Vorgänge klar gestellt.
Das Fort Buena
Esperanza (1536).
Die Expedition des Portugiesen Martim Affonso de Sousa hatte den Zweck, Gold
und Silber zu holen aus dem Lande, von dem nun nach Cabots Rückkehr die ganze
iberische Halbinsel sprach. Er fuhr die ganze brasilianische Küste herab und hielt sich
Ende 1531 auch im La Plata-Becken auf, hatte aber mit Unfällen zu kämpfen und
kehrte wieder nach Portugal zurück. Sein unberechtigtes Eingreifen in spanisches
Gebiet hatte diplomatische Reklamationen zur Folge.
IV.
Die Nachrichten von dem Reichtume der neuen Länder, von denen wir schon
gesprochen haben, neu geschürt durch die Heimkehr des goldbeladenen Pizarro aus
Perú, veranlaßten eine Menge Projekte am spanischen Hofe. Schließlich erhält Don
Pedro de Mendoza den offiziellen Auftrag, »ir á conquistar y poblar las tierras y
provincias que hay en el río de Solís, que llaman de la Plata, y por allí calar y pasar la
tierra hasta llegar á la Mar del Sur« (»auszuziehen, um die Länder und Provinzen am
Río de Solís, der Silberstrom genannt wird, zu erobern und [19]zu kolonisieren, und
daselbst einzudringen und über Land zur Südsee zu gelangen«). Wenn also auch zum
ersten Male von Kolonisieren die Rede ist, so war für Mendoza die Haupttriebsfeder
sicher der Gedanke, zur Sierra de la Plata zu gelangen, und so versteht sich seine
großartige Expedition, welche für die spätere Geschichte der »Silberländer« oder »La
Plata-Staaten« von fundamentaler Bedeutung werden sollte; man kann sagen, daß sie
damit eigentlich anhebt (siehe P. Larrouy).
Riesenschlange
von 25 Fuß Länge am Paraná (1539).
Über diese so wichtige Expedition sind wir vorzüglich unterrichtet durch einen
deutschen Landsknecht U l r i c h S c h m i d e l aus Straubing, welcher mit dabei
gewesen war und nach glücklicher Heimkehr alles sorgfältig zu Papier brachte sine ira
et studio; sein Werk bildet so die unparteiische Darstellung jener hochwichtigen
Vorgänge, von welcher aus die persönlich gefärbten Berichte der [20]einzelnen
Heerführer richtig beurteilt werden können. Ulrich Schmidel ist daher »der erste
Geschichtschreiber des Rio de la Plata«; niemand Geringerer als Don Bartolomé
Mitre hat in einem prächtigen Werke seine Verdienste hervorgehoben, und sämtliche
argentinischen Geschichtsschreiber nehmen sein Buch als Grundlage ihrer
Schilderung der ältesten geschichtlichen Ereignisse auf heut argentinischem Boden.
Doch davon noch zum Schlusse dieser Zeilen. Geben wir das Wort zunächst
Mondschein, der uns über die Persönlichkeit des Mannes im Jahre 1881 unterrichtet
hat.
Die Carios in
Paraguay (1539).
»Ulrich Schmidel stammte aus einer hochangesehenen Patrizierfamilie Straubings,
die mit dem ältesten Ratsgeschlechte der Stadt, den Zellern, vielfach verschwägert
war. Ein Schmidel erscheint zuerst nach einer allerdings nicht verbürgten Angabe
anno 1364, in welchem Jahre ein Peter Schmidel gestorben sein soll. Von [21]der
Mitte des 15. Jahrhunderts begegnen uns Mitglieder der Familie häufig als
Lehenträger der Azlburg bei Straubing, sowie in den höchsten gemeindlichen,
herzoglichen und bischöflich-augsburgischen Ämtern, als Zechverweser, fürstlicher
Rat, Zollner, Symonkastner. Die Familie lieferte der Stadt nachweisbar von 1449–
1535 nicht weniger als 15 Stadtkämmerer oder Bürgermeister. Durch den stets
geldbedürftigen Kaiser Friedrich III. erhielt sie ein Wappen verliehen, einen nach
links gewendeten schwarzen Stierrumpf im weißen Felde, eine Krone um die Hörner.
1506 befand sich Wolfgang Schmidel als Bürgermeister der Stadt mit unter den
Abgeordneten, welche zum Vergleiche am Schlusse des Landshuter Erbfolgestreites
in diese Stadt zusammenberufen worden waren. Über die späteren Schicksale der
Familie ist wenig bekannt. Ein Joh. Georg Joseph Schmidel in Straubing wird durch
Kaiserliche Ernennung [22]vom 12. August 1696 geadelt, in Bayern bestätigt und
»von« bewilligt am 26. Mai 1698. Ein Zusammenhang mit dem alten Ratsgeschlechte
war nicht nachzuweisen, vielmehr scheint nach dem bisherigen Stande der Kenntnis
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